Das ÖkoControl-Siegel wird vom Europäischen Verband ökologischer Einrichtungshäuser vergeben. Der Verband ist ein Zusammenschluss unabhängiger Möbeleinzelhändler. Als Basis zur Beurteilung der Möbel dienen so genannte Volldeklarationen der Hersteller, in denen alle verwendeten Stoffe und Hilfsstoffe aufgeführt sind.
Die ÖkoControl Gesellschaft für Qualitätsstandards ökologischer Einrichtungshäuser mbH hat einen Kriterienkatalog festgelegt, der darüber bestimmt, ob die enthaltenen Stoffe mit den Richtlinien des Siegels vereinbar sind.
Offenporige Holzmöbel verbessern Raumklima
Holzmöbel dürfen nur mit Lasuren, Naturholzölen und Wachsen auf natürlicher Basis behandelt sein. Sie sind dadurch offenporig, was nach Aussage von ÖkoControl einen positiven Beitrag zum Raumklima leisten kann: Die nicht lackierten Möbel filtern Schadstoffe und regulieren die Luftfeuchtigkeit.
Das verwendete Holz soll nach Möglichkeit zumindest aus nachhaltiger Forstwirtschaft innerhalb Europas stammen. Als ökologisch wertvoller erachtet der Europäische Verband ökologischer Einrichtungshäuser jedoch Holz, das nach den weitergehenden Kriterien des Forest Stewardship Council und Naturland Verband e.V. zertifiziert ist.
Besser schlafen ohne Metalle
Bettgestelle, Lattenroste und Matratzen die mit dem Siegel zertifiziert sind, enthalten keine Metalle. Denn Metalle, so sagen es die Richtlinien von ÖkoControl, könnten das natürliche Erdmagnetfeld verändern und damit den Schlaf stören.
Latex-Matratzen und -Polster müssen zu mindestens 95 Prozent aus Naturkautschuk hergestellt sein. Für den Kautschuk gelten die Kriterien des Qualitätsverbandes umweltverträgliche Latexmatratzen e.V..
Synthetische Materialien sind tabu
Grundsätzlich dürfen Matratzen, die das Siegel tragen wollen, nicht synthetisch fixiert oder mit Anti-Motten- und Flammschutzmitteln behandelt sein.
Ebenso müssen Bettwäsche, Bezugsstoffe für Matratzen, Zudecken und Kissen aus natürlichen Materialien aus ökologischer Gewinnung hergestellt sein (kbA – kontrolliert biologischer Anbau). Zudem darf kein Bezugsstoff potenziell krebserregende Sythetische Azofarbstoffe enthalten. Auch sind Chemikalien verboten, die zu einer verbesserten Scheuerfestigkeit führen sollen.
Prüfung durch unabhängige Institute
Ob die Volldeklarationen der Hersteller auch tatsächlich alle enthaltenen Stoffe angeben und die Herkunft des Holzes richtig zertifiziert ist, überprüft eine unabhängige Institution – zur Zeit das Kölner Eco-Umweltinstitut. Stichprobenartig werden einzelne Möbelstücke auf Schadstoffe überprüft. Außerdem finden regelmäßige Besichtigungen der Produktionsstätten statt. CS





reinxen
schrieb am 3. Oktober 2008 9:57 einen Kommentar.
Die Rubrik Siegel-Kunde erscheint bei konsumo jeden Mittwoch. Hier finden Sie die Übersicht über alle Artikel, in denen Produkt-Siegel vorgestellt und erklärt werden.
http://www.konsumo.de/news/tag/Siegel-Kunde