Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) rät dazu, Matratzen mit allergendichten Hüllen, sogenannten Encasings, abzudichten. Damit soll vor allem das Leben von Hausstaubmilben-Alergikern erleichtert werden.
Es konnte nachgewiesen werden, dass die Milbenallergen-Menge durch Encasings reduziert und somit die Symptome bei Betroffenen abgeschwächt werden.
Beim Kauf einer neuen Matratze sollte zudem auf das Zeichen “Für Allergiker geeignet” geachtet werden. Diese Matratzen wurden durch den DAAB auf den TÜV-Standard hin untersucht und für geeignet befunden.





reinxen
schrieb am 16. März 2009 0:32 einen Kommentar.
Mit Kampagne gegen Allergien ankämpfen
Die Wiener Ärztekammer startet – rechtzeitig zum Beginn der Pollensaison – eine Informationskampagne zum Thema Allergien. Sie steht unter dem Motto “Aufatmen. Durchatmen” und zeigt, wie man Allergien vermeiden kann.
Die Allergie hat sich immer mehr zur Volkskrankheit entwickelt.
Längere Pollensaison und zuviel Hygiene
In Österreich leidet inzwischen jeder Vierte an Allergien. Laut Beatrix Tichatschek, Ärztin für Allgemeinmedizin im Allergiezentrum Wien West, sind für die Zunahme an Erkrankungen in den vergangenen Jahren verschiedene Ursachen verantwortlich.
So dauere etwa die Pollensaison aufgrund der Klimaveränderung länger. Auch ein stärkeres Hygienebedürfnis und eine unkontrollierte Medikamenteneinnahme erhöhen das Risiko.
Hausstaubmilben als Auslöser
Am häufigsten tritt die Gräserpollenallergie auf, gefolgt von jener, die durch Hausstaubmilben hervorgerufen wird. Eher selten sind hingegen echte Nahrungsmittelallergien. Hier handelt es sich laut Tichatschek meist um Unverträglichkeiten.
Diese unterscheiden sich von Allergien dadurch, dass sie nicht – wie Allergien – mit der Zeit immer bedrohlicher für die Betroffenen werden.
Hausstaubmilben
Schon ein längerer Schnupfen bei einem Kind kann auf eine Allergie hindeuten.
Wie man das Risiko verringert
Die Ärztekammer hat nun in einer Broschüre aufgelistet, wie Beschwerden, sobald eine umfassende Diagnose erstellt wurde, nach Möglichkeit vermieden werden können.
Dazu gehören: Schlafen bei geschlossenem Fenster, damit Pollen nicht in die Wohnung gelangen. Regelmäßige Reinigung von Bettwäsche und Austausch von Matratzen. Bei Tierhaarallergien nach einem Kontakt die Kleidung waschen. Lange Kleidung und geschlossene Schuhe bei Insektengiftallergien. Umstellung der Essgewohnheiten bei Nahrungsmittelallergien.
Auch in jungen Jahren ist eine Erkrankung nicht ausgeschlossen. Hier sei es vor allem wichtig, Warnsignale ernst zu nehmen, betonte Rudolf Schmitzberger, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde. So könne bereits ein längerer Schnupfen bei einem Kind auf eine Allergie hinweisen.
Die Allergie-Initiative ist Teil der Präventionskampagne 2009, die sich in den kommenden Quartalen auch noch den Themen Sonnenschutz, Krebsvorbeugung und Psyche widmen wird.
Gräserbelastung heuer stärker
Erste Prognosen zur heurigen Pollensaison sind übrigens bereits möglich: Laut Allergie-Expertin Tichatschek dürften Birkenpollen, die meist besonders große Probleme bereiten, heuer nicht so schwerwiegend sein wie im Vorjahr. Dafür soll jedoch die Gräserbelastung länger dauern.